Stimmbrüche .
Gestern noch unter der Sonne gebadet unter zuckenden Qualen die Sonnenlanzen eingezogen damit die astrale Potenz das Eisen schmiede, haue von Grund auf das Fundament in Marmor, umwickle mit Dornen, elektrisiere zugunsten einer imperialen Macht im frugalen kosmischen Allraum. Nullkommaplötzlich poltern Gewitter aus den stumpfen Himmeln aus den stummen Wolken, untereinander, gegeneinander, hinunter auf die verwaschenen Menschenrudel. Heute doch das Kinn auf die Brust gekippt, die Gehörgänge freigelegt zum einatmen umliegender Schalmeienklänge, verborgener Intervalle, tonloser Geheimnisse. Der wärmende Wind verdrängt seine Stimme in eine Felsenspalte darin Unaussprechliches zuhause sei. Zum Warten hier bis mein Atem das Steinerne trennt.

Stimmbrüche .
2019 / Acryl, Kunstharz, Polsterfolie, Heftklammern auf Holz / 60 x 40 cm / 0566 / zurück zur Übersicht