Aufgescheucht.
Eng aneinander geschmiegt, die Ruhe in bedrohliche Nähe gerückt, verzaubert sein in gemeinschaftlicher Einsamkeit, Fortkommen aus dem Willenskatalog gestrichen, die Sprache als wäre sie uns weggenommen, eine Lebendigkeit die nur noch in der Vorstellung erahnbar bleibt. Auch die Zeitlosigkeit fehlt uns nicht, dennoch hätten wir einen Krümel davon zurück, um den Duft der Zeit nicht ganz in der Vergessenheit zu verlieren. Schwamm darüber. Die wärmende Feuchtigkeit kitzelt und belebt Schlummerndes, der Geist erwacht und entfaltet sich in phosphoreszierende Vielfalt. Ein Sirren aus dem Raum der Lüste weckt Ungeahntes und auch Verlorenes und drängt zum Geniessen einer noch zögerlichen Vorfreude. Schall und Rauch mischen mit und drängen in die Weite.

Aufgescheucht.
2019 / Acryl auf Leinwand / 135 x 130 cm / 0425 / zurück zur Übersicht