Windisch.
Der Duft einer grossen weiten Welt legte sich in die Luft und schämte sich nicht, einfach so dazuliegen mit gebreiteten Armen und Beinen und sich vom Wind schaukeln zu lassen und hie und da von hier nach dort und wieder zurück getragen zu werden. Das dauerte eine unentschlossene Zeit lange ohne dass ein Ende den schwingenden Fluss zu hemmen gewagt hätte. Keine Kraft dagegen war auszumachen. Kraftlosigkeit war überall spührbar aber dennoch nicht ihre Nähe oder ihre Entfernung. Aus Angst vor dem Verschlungenwerden von einer machtlosen Übermacht machte ich in die Hosen und liess gehen was nicht mein Eigen zu sein schien oder ich nicht zu meinem Eigen zählen wollte. Auch dieser Wille war ohne Kraft und konturenlos in allen seinen Ecken und Enden wenn denn überhaupt solche auszumachen waren.

Windisch.
2020 / Acryl auf Leinwand / 135 x 130 cm / LK220-000CH0408 / zurück zur Übersicht