Duft der Zeit.
Meine Neurotransmitter bleiben fühlbar in ihrer Unterkühlung eingeschlossen, ohne deswegen ihren Geist aufgegeben zu haben. Abwarten, bis die Luft wieder dünner geworden ist, sodann zweckentfremdetes Atmen in die Vergangenheit entsorgen, den Blick zurück im Zorn belassen bis die aufkommende Schwärze sich einer heimtückischen und vernunftlosen Langeweile hingibt. Er hinterlässt nichts Ungutes und nichts Angebranntes, er verhält sich mir gegenüber wie jeder feuchtfröhliche Sozialhilfeempfänger, nämlich so als wäre nichts gewesen und auch nichts werden würde, solange der

angekündigte überhitzte Regen seine weichspühlerische Kraft nicht in Grund und Boden injiziert hat. Die Tag- und Nachtgleiche hat sich eingestellt und verspricht ausgleichende Gerechtigkeit.

Duft der Zeit.
2020
Acryl auf Leinwand / 55 x 50 cm
LK220-000CH0515

zurück zur Übersicht